Unsere „Gesunde Schule“

Wer Leistung fordert muss Gesundheit fördern.“

Für Gesundheit und Wohlbefinden sowie ihre gesunde Entwicklung benötigen Kinder ausreichend Bewegung und eine ausgewogene Ernährung. In der Kindheit werden die Weichen für die Entwicklung der Persönlichkeit und die Entstehung von Einstellungen und Verhaltensweisen gelegt. Kinder lernen durch Vorbilder und durch Nachahmung. Da Gesundheit, Bildung, Leistungsfähigkeit und Leistungsbereitschaft sich wechselseitig bedingen, muss Gesundheitserziehung gelebt und im Alltag von Kindern praktiziert werden. Die Schule ist ein ideales Feld für eine entsprechende Gesundheitsförderung. 

________________________________________________________________________________________

Zertifikat 

Ernährung

Das Thema Ernährung ist von großer und aktueller gesellschaftspolitischer Relevanz. Der Ausbau von Kindertageseinrichtungen, Ganztagsschulen und die zunehmende Erwerbstätigkeit haben einen nicht zu unterschätzenden Einfluss auf unseren Ernährungsalltag. Es wird immer weniger zuhause gekocht und das Wissen über Lebensmittel und deren Zubereitung sinkt.

Bei Kindern und Jugendlichen werden die Grundlagen für einen guten Ernährungsstil gelegt. Deshalb soll das Thema Ernährung auch in der Schule mehr Raum erhalten und im Schulalltag verankert werden. So wird das Thema Ernährung auch im neuen Bildungsplan 2016 verankert sein, beispielsweise in den Leitprinzipien „Prävention und Gesundheitsförderung“ und „Verbraucherbildung“.

Folgende Bausteine einer umfassenden Ernährungs- und Gesundheitsbildung werden an unserer Schule regelmäßig durchgeführt:

1  „aid-Ernährungsführerschein“ in der 3. Jahrgangsstufe
An unserer Schule ist für alle Kinder der Klassenstufe 3 der „aid-Ernährungsführerschein“ fest im Schulprogramm verankert. Dieser Ernährungsführerschein ist ein Unterrichtskonzept, bei dem vor allem der Umgang mit Lebensmitteln und die Vermittlung von Kompetenzen, praktischen Fähigkeiten und Fertigkeiten im Vordergrund stehen. Viele Kinder sind meist nicht in der Lage, frische Lebensmittel korrekt zu benennen, sie zuzubereiten oder sich selbst kleine gesunde Zwischenmahlzeiten zusammen zu stellen.

Der „aid-Ernährungsführerschein“ ist ein Baustein im Rahmen einer umfassenden Ernährungsbildung und Ernährungserziehung in unserer Schule. Das Ziel ist es, die Kinder altersgemäß an die Techniken der Nahrungszubereitung heranzuführen und sie gleichzeitig für eigenverantwortliches Arbeiten in der Küche zu begeistern. Der „aid-Ernährungsführerschein“ wurde in Zusammenarbeit mit dem Ernährungszentrum Mittlerer Neckar und dem Landratsamt Ludwigsburg entwickelt. Als Bestätigung für eine erfolgreiche Durchführung erhalten die Kinder nach einer schriftlichen und praktischen Prüfung das offizielle Ernährungsführerscheindokument.

2  Gesundes Pausenvesper
Einmal im Monat organisiert unser Elternbeirat das gesunde Pausenvesper. Durchgeführt wird diese Aktion von engagierten Eltern aller Klassenstufen.

3  Gemeinsames Pausenvesper
Das tägliche gemeinsame Pausenvesper im Klassenverband legt den Fokus auf bewusste Nahrungsaufnahme und auf das „sich Zeit lassen“ beim Essen. Zusätzlich steht die Vermittlung von Essmanieren und Stärkung des Gemeinschaftsgefühls im Mittelpunkt.

4  Vermittlung von Esskultur
Neben dem gemeinsamen Pausenvesper wird beim gemeinschaftlichen Mittagessen in unserer Mensa ein großer Wert auf Tischmanieren und Esskultur gelegt. 

5  Zertifizierte vollwertige Verpflegung in der Schulmensa
Unsere Mensa erfüllt mit ihrem vollwertigen Essen die folgenden drei Qualitätsbereiche: Lebensmittel (optimale Lebensmittelauswahl), Speiseplanung und -herstellung und Lebenswelt (Rahmenbedingungen im Speiseraum). Sie wurde im Mai 2015 als Mensa mit zertifizierter Qualität von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung ausgezeichnet.

________________________________________________________________________________________

Zertifikat

Sucht- und Gewaltprävention

Ein weiterer wichtiger Bestandteil im Erziehungs- und Bildungsauftrag der Schule ist es, Schülerinnen und Schüler zu verantwortungsbewusstem und sozialem Verhalten anzuleiten. In den Bildungsplänen sind Gesundheitserziehung und Suchtprävention, Konfliktbewältigung und Gewaltprävention wichtige Themen.

Zum Teilkonzept „Sucht-und Gewaltprävention“ gehören das „Faustlos“-Lernprogramm für die Eingangsstufe und das Selbstbehauptungstraining STUPS für die Klassenstufen 3 und 4

1  Programm FAUSTLOS
Seit dem Schuljahr 2005/2006 wird in den ersten zwei Klassenstufen das Gewaltpräventionsprogramm FAUSTLOS durchgeführt. FAUSTLOS ist ein Lernprogramm für Kindergärten und Grundschulen, welches entwickelt wurde zur Prävention aggressiven und gewaltbereiten Verhaltens bei Kindern. Es gründet sich auf entwicklungspsychologischen Befunden zur sozial-emotionalen Entwicklung. Kinder, die nicht gelernt haben, den Umgang mit Ärger und Wut zu kontrollieren, sind oftmals auch als  Jugendliche und Erwachsene nicht in der Lage, kooperative Problemlösungsstrategien zu entwickeln. Es fehlen ihnen oftmals Modelle für sozial angemessene Verhaltensweisen. Diese gilt es zu festigen und im Konfliktfall anzuwenden. Im Programm FAUSTLOS werden verschiedene Verhaltensweisen thematisiert und trainiert, sodass die Schüler diese verinnerlichen und in Stresssituationen darauf zurückgreifen können. Dadurch soll impulsives  und aggressives Verhalten vermindert, die sozialen Kompetenzen gestärkt und die sozialemotionale Entwicklung der Kinder positiv beeinflusst werden. 

2  Programm STUPS
Das Selbstbehauptungstraining STUPS ist seit vielen Jahren fester Bestandteil unseres Schulprogramms. Dieses Training dient der Prävention von Gewalt, Missbrauch, Sucht und der Stärkung der personalen Kompetenz. Es wird im Rahmen unseres Werkstattunterrichts von speziell hierfür ausgebildeten LehrerInnen bez. unserer Sozialarbeiterin durchgeführt. Die Kinder lernen, wie sie sich in kritischen Situationen rechtzeitig abgrenzen und notfalls auch zur Wehr setzen können. Die Trainingseinheiten beinhalten Aufwärmspiele, Atemübungen, Strategien zur körperlichen Abwehr, Rollenspiele, Wahrnehmungsspiele und Fantasiereisen.

3  „Ich bleibe cool“- Kindertraining (IBC)
Unsere Sozialpädagogin Andrea Haas-Schmid bietet im Bedarfsfall und in Absprache mit der Klassenleitung die Arbeit mit dem Kindertraining „Ich bleibe cool“ an. Diese sozialpädagogische Bedarfsmaßnahme richtet sich an Kinder der Eingangsstufe. Der Hauptschwerpunkt dieses Trainings liegt auf der Förderung prosozialer Verhaltensweisen, sozial-emotionaler Kompetenzen und konstruktiver Konfliktlösestrategien.

4  Sozialpädagogische Einzelfallmaßnahmen und Einzelgespräche
Bei akuten Fällen bietet Frau Haas-Schmid auch Einzelgespräche mit Kindern und Eltern an.

5  stark.stärker.WIR.
Das Präventionskonzept stark.stärker.WIR. stellt die vielfältigen Aktivitäten im Bereich der Prävention an Schulen in Baden-Württemberg in einen größeren Zusammenhang. Auf der Grundlage der Präventions- und Gesundheitsforschung schafft es Rahmenbedingungen und Strukturen und stellt Hilfen für eine gelingende Präventionsarbeit an Schulen im Land zur Verfügung. Dabei sollen die bereits bestehenden Konzepte und Programme gewürdigt, weiterer Handlungsbedarf erkannt und ggf. ergänzende Aktivitäten in einem schulspezifischen Präventionskonzept verankert werden.

Dies bedeutet konkret, dass unserer Schule zwei Berater vom Regierungspräsidium Stuttgart zur Seite stehen, die bei Bedarf im weiten Feld der Prävention für uns tätig werden können.

      Ziele des Konzepts:

  • Schule ist ein Raum, in dem die Würde und die Gesundheit jedes Einzelnen geachtet wird
  • SchülerInnen sowie Lehrkräfte fühlen sich sicher; ihre Konfliktlösungskompetenz ist gestärkt
  • SchülerInnen verfügen über gute Voraussetzungen zur Lebensbewältigung und -entfaltung
  • SchülerInnen sind in ihrer Persönlichkeit und Selbstwirksamkeit gestärkt
  • Präventionsarbeit an Schulen erfolgt nachhaltig, zielgerichtet und systematisch

      Kennzeichen des Konzepts: Schulische Präventionsarbeit … 

  • zielt in erster Linie auf die Entwicklung personaler und sozialer Kompetenzen sowie auf eine positive Grundhaltung zum Leben.
  • umfasst die Bereiche Gewaltprävention, Suchtprävention und Gesundheitsförderung.
  • muss gleichzeitig auf drei sozialen Ebenen verankert sein: schulische Ebene, Klassenebene, individuelle Ebene.
  • bezieht alle am Schulleben beteiligten Personengruppen ein: SchülerInnen, Lehrkräfte, Eltern.
  • ist mit der Präventionsarbeit anderer Institutionen vernetzt.
  • ist ein Teil der Schulentwicklung.

________________________________________________________________________________________

Zertifikat

Bewegung

Unsere Schule ist eine Grundschule mit sport-und bewegungserzieherischem Schwerpunkt. Dies ist in unserer Zeit umso wichtiger, da sich in den vergangenen Jahren die Lebenswelt unserer Kinder stark verändert hat. Insbesondere durch die Zunahme des Konsums neuer Medien wurden wichtige Freizeitaktivitäten der Kinder durch bewegungsarme Tätigkeiten ersetzt; wohnortnaher Bewegungsraum ist damit häufig verlorengegangen. Bewegung fördert jedoch nicht nur die körperliche Ausdauer und Gesundheit, sie verbessert auch im hohen Maße die kognitiven Voraussetzungen für das schulische Lernen. Das Modellvorhaben „Grundschule mit sport-und bewegungserzieherischem Schwerpunkt“ wurde im Rahmen der Schulsportoffensive des Landes Baden-Württemberg entwickelt. Ziel dieser Initiative ist es, eine tägliche, qualifizierte Bewegungszeit in den Schulalltag zu integrieren. Voraussetzung für das Zertifikat ist die feste Verankerung von Bewegung, Spiel und Sport in unserem Schulkonzept. Dazu gehören neben dem Sportunterricht, die Rhythmisierung in einem bewegten Schulalltag mit Bewegungspausen, bewegtem Lernen und nicht zuletzt bewegungsgerecht gestalteten Lernräumen.

      Für unsere Schule bedeutet dies konkret:

  • Das bewegungsgestütze Lernen in offenen Unterrichtsformen
  • Die bewegungsfreundlich gestaltete Lernumgebung mit Klettergerüsten, Kletterwand, Streetballfeld, Fußballplatz, Laufbahn und Weitsprunggrube
  • Schaffung und Gestaltung von Spiel-, Entspannungs- und Bewegungsräumen für spezielle Angebote im Ganztagesprogramm und Benutzung im Unterricht
  • Der rhythmisierte Schulalltag mit individuellen Pausen, Spielzeiten und Bewegungspausen im Freien
  • Pausen-Spiele-Kiste (befinden sich in den Klassenräumen)
  • Regelmäßige Spiel-und Sportfeste
  • Teilnahme an vielfältigen sportlichen Wettbewerben: Fitteste Schule (Siegerschule 2015) , Kinder-Meilen-Kampagne „Ich gehe gern zur Schule“
  • Bewegungserzieherische Angebote in unserem Werkstattunterricht